Hallo Welt! – So wurde ich von einem Demo-Beitrag aus meinem neu aufgesetzten Frontend begrüßt, nachdem ich das WordPress-System für meinen Blog aufgesetzt hatte. Zuerst wollte ich den Beitrag nach dem Motto Hallo Welt… und… tschüss Welt! unbeachtet ins Datennirvana befördern, doch dann kam ich ins Stocken und zögerte den Delete-Button zu drücken. Eigentlich verkörpert dieser kurze Text genau das, was in diesem Blog thematisiert werden soll.

Du kannst mir nicht ganz folgen? Um das zu erklären, sollte ich wohl ein wenig ausholen.

Woher kommt eigentlich Hallo Welt! und was hat es damit auf sich?

Historisch gesehen liegen die Wurzeln von Hallo Welt! (oder im Englischen: ‘Hello world!’) in der Geschichte der Programmiersprachen begründet. Jeder, der sich mit dem Erlernen einer Programmiersprache auseinandersetzt, wird relativ am Anfang vor die Aufgabe gestellt, ein einfaches Programm zu schreiben. Dabei handelt es sich um ein kleines Programm, das alle nötigen Anweisungen und Bestandteile für ein vollständiges Programm der jeweiligen Programmiersprache beinhaltet und diese dem Programmiernovizen exemplarisch vor Augen führen soll. Die Funktion des Programms ist die Ausgabe eines beliebigen Textes. Traditionsgemäß wird hierbei der Text Hallo Welt! verwendet. Dieser Brauch geht auf die Bibel der Programmiersprache C, The C Programming LanguageHallo Welt (von Brian Kernighan) zurück.

Wie solch ein Programm in der Programmiersprache C aussieht, kannst Du hier sehen:

#include <stdio.h>

int main(void)
{
   puts("Hallo Welt!");
}

So viel als Exkurs zur Hintergrundgeschichte.

Was hat das nun aber mit meinem Blog zu tun?

Wie jede normale Sprache, die der Kommunikation dient, unterliegen auch die Programmiersprachen gewissen Regeln und vorgeschriebenen Konstruktionen. Sie enthalten spezielle Zeichen und Signalwörter, die der Interaktion zwischen Mensch und Computer bzw. diversen Formen der künstlichen Intelligenzen untereinander dienen. Im Sinne gesprochener Sprachen handelt es sich dabei um Grammatik, Satzzeichen und das Vokabular. Lässt man diese Regeln außer Acht, wird es mit der Verständigung oftmals schwierig – sowohl beim Menschen als auch bei den Rechnern.

Natürlich kann man sich mit stark eingeschränkten Regeln bereits in begrenztem Rahmen miteinander verständigen, jedoch wird die Verständigung umso besser und leichter, je mehr beide Kommunikationspartner sich auf einer Sprachebene einander annähern. Dementsprechend ist es durchaus auch so, dass Computer von unterschiedlichen Betriebssystemen miteinander kommunizieren können. Unkomplizierter ist es allerdings, wenn sie auf dem gleichen Betriebssystem beruhen, weil sie keine zusätzlichen Schnittstellen oder Hilfsmittel benötigen.

Ähnlich ist es mit der Kommunikation zwischen Menschen, die unterschiedliche Sprachen sprechen. Trifft ein Deutscher beispielsweise auf einer kleinen Insel in Indonesien auf einen Einheimischen, der kein Wort Deutsch spricht, kann man sich oftmals mit dem Hilfsmittel “Hand und Fuß” dennoch irgendwie verständigen. Etwas fortgeschrittener wird die Kommunikation bereits, wenn beide Parteien Englisch verstehen. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist auf Bali relativ hoch. In diesem Falle wird die englische Sprache als Hilfsmittel zur Überbrückung von anderweitigen Sprachbarrieren genutzt. Lernt aber eine der beiden Parteien zufälligerweise die Sprache des anderen und kann sich mit ihr artikulieren, wird man schnell feststellen, wie viel Sympathie einem sein Gegenüber entgegenbringt. Ein warmherziges Lächeln wird dabei oftmals der geringste Lohn sein, selbst wenn die Sprachkenntnisse noch so gering sind. Der gute Wille allein zählt schon viel.

Was ich damit letztens Endes sagen möchte, ist, dass das Erlernen einer Sprache in vielerlei Hinsicht einiges mehr mit sich bringt, als nur die Fähigkeit eine weitere Sprache zu sprechen. Klar macht sich so etwas auch in einem Lebenslauf gut, aber letzten Endes ist als Belohnung für seine Mühen das Glücksgefühl in dem Moment, in dem man einem überraschten Einheimischen in die vor Freude strahlenden Augen sieht, wenn man in seiner Landessprache mit ihm spricht, kaum gegen Geld aufzuwiegen.

Für mich steht Hallo Welt! symbolisch für den Beginn eines langen Prozesses, der mit dem Erlernen jeder einzelnen Sprache einhergeht. Auf Grund der Tatsache, dass ich mich während des Reisens und hier im Konkreten mit meinem Blog auch mit dem Erlernen fremder Sprachen befassen möchte, finde ich die Einbindung dieser alten Tradition an dieser Stelle ganz passend, um meinen Blog zu starten. Ich verspreche aber, dass ich in Zukunft die technischen Aspekte rund ums Programmieren außen vorlassen werde, da mir bewusst ist, dass nicht jeder gleichermaßen programmiertechnisch so interessiert ist wie ich.

Es gibt aber noch einen weiteren Grund!

Die Sprache ist das eine, jedoch liegt mit dem Ausruf Hallo Welt! ein weiterer Grund doch ganz offensichtlich auf der Hand. Überall wo man hinkommt ist es höflich sich zu begrüßen. Ich gehe hinaus in die Welt. Auf Reisen. Neues für mich entdecken. Andere Sitten und Gebräuche kennenlernen. Unvergessliche Dinge erleben. Es ist ein Gruß an die Welt, die – wie ich hoffe – mich mit offenen Armen empfängt.

In diesem Sinne: Hallo Welt!

 

Stöbere doch noch ein wenig in meinem Blog.

3 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Hallo Thomas,

    auch wenn deine Reise noch nicht ganz begonnen hat, so finde ich es sehr spannend, was du im Vorfeld dazu schon auf die Beine gestellt hast und freue mich dich – zumindest virtuell – auf deiner Reise begleiten zu können. 🙂

    Ich drück dir ganz fest die Daumen, dass sie bald losgeht – deine große Reise!
    Und an dieser Stelle noch ein großes Kompliment an deinen tollen Begrüßungstext, den du an die ganze Welt hinausschickst. 🙂

    Herzliche Grüße,
    Maria

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