Heute möchte ich Dir meine Geschichte zum Thema Zweites Standbein erzählen.

Vernunft und Träumerei

Im Grunde genommen bin ich jemand der gerne die Vernunft walten lässt. Ich habe gerne Fakten, die ich analysieren und interpretieren kann und ziehe meine Schlüsse daraus. Wenn es möglich ist, versuche ich anschließend zu optimieren.

Es gibt aber auch Phasen, da kann ich ein Träumer sein und baue mir Luftschlösser. Ich hatte immer schon viele Ideen, was ich später mal werden will und was ich alles machen könnte. Nicht nur als Kind. Auch jetzt noch. Schließlich machen Träume das Leben erst so richtig lebenswert, oder nicht? Immer wieder denke ich, dass eine Existenzgründung als zweites Standbein eine tolle Sache wäre.

Zukunftspläne

Klar, ich habe inzwischen Pharmazie studiert, bin jetzt approbierter Apotheker und werde vermutlich in absehbarer Zukunft einen Doktortitel tragen. Cool, oder? – Ja, schon irgendwie… Aber eigentlich… Ich weiß nicht so recht. Ein zweites Standbein wäre trotzdem genial!

Halt! Moment! Ich bin ein erwachsener Mann. Ich stehe mit beiden Beinen voll und ganz im Leben und weiß was ich will. Und bald auch noch promoviert! Also reiß Dich zusammen!

Aber wie geht es dann weiter? Irgendwie scheint der Weg vorgezeichnet zu sein. Sobald ich den Titel in der Tasche habe, gönn ich mir die geplante Auszeit und schau mir die Welt an. Ok, das klingt ja noch ganz gut soweit. Schließlich ist das immerhin schon seit langem geplant. Irgendwann komm ich nach einigen Monaten zurück und… Was dann?!? Ach ja, da war was. Ich brauche einen Job. Pharmaindustrie? Ganz klar! – Oder vielleicht doch nicht? Zumindest ein zweites Standbein wäre schon was!

Zweites Standbein: Die verflixte Idee mit der Existenzgründung

Eigentlich gibt es so viele geile Sachen, die mich interessieren würden. Die Pharmabranche ist sicherlich nicht das Schlechteste. Guter Verdienst, ein sicherer Job. Aber wie viel Zeit bleibt dann noch für mich? Jammern auf hohem Niveau, könnte man so sagen!? Andere beklagen sich, dass sie schlechte Jobaussichten haben und kein Geld verdienen. Und ich mach mir Gedanken wie viel Zeit noch für mich bleibt? – Das sind Sorgen! Und dann auch noch ein zweites Standbein wollen…

Geht’s Dir nicht auch so?

Aber mal ehrlich. Bist Du auch so vielseitig interessiert wie ich und würdest Dich manchmal am liebsten vierteilen oder klonen lassen um all das zu machen was Du gerne machen würdest? Geht es Dir nicht auch manchmal so? In der einen Sekunde denkst Du noch, wow, das ist es! Das ist mein Traumberuf. Das will ich später auch mal werden. Und eine Sekunde später: Oh, das ist aber auch abgefahren! Total spannend! Und was man da für Möglichkeiten hat. Vielleicht mach ich doch lieber das?!

Das ist das Problem, wenn man zu viele Interessen, zu viele Leidenschaften hat. Man kann sich manchmal nicht entscheiden, was man will. Denn eigentlich will man ja alles. So ist man aber gezwungen sich zu entscheiden, Prioritäten zu setzen. Das Leben ist einfach nicht fair!

Vielleicht kannst Du mich aber auch gar nicht verstehen und denkst Dir jetzt schon, Mann, halt doch endlich die Klappe. Ich weiß gar nicht was Du hast. Tu das was jeder andere in Deiner Situation auch tun würde! Hol Dir den Job und werde glücklich! – Dann kann ich Dich nur beglückwünschen. Ehrlich, ich beneide Dich ein klein wenig.

Glücklich? Hm, ja. Schon irgendwie. Vermutlich. Und das war’s dann? Ich weiß nicht so recht… Wer hätte nicht gern ein zweites Standbein zur Absicherung oder einfach weil es Spaß macht?

Lebenslauf mal anders – Teil 1

Als kleiner Knirps wollte ich Komponist werden, ein zweiter Mozart. Nachdem ich aber gemerkt hatte, dass ich mit dem Geigenspiel ohne Üben nicht wirklich weiterkomme und anscheinend kein Naturtalent und auch kein Wunderknabe bin, habe ich diesen Traum wieder aufgegeben.

Etwas später fand ich Computerspiele (ja, das gab es damals auch schon…!) total faszinierend. Warum nicht Spieleentwickler werden? Das hielt aber nur für kurze Zeit an.

Als Halbstarker träumte ich davon Schriftsteller zu werden, Fantasy-Autor um genau zu sein. Irgendwie hat es aber nie so ganz mit der Zeit hingehauen und die zündende Idee für den richtigen Roman hatte ich irgendwie auch nicht. Also Ideen schon, gerade genügend, aber das gewisse Etwas hat gefehlt. Nichtsdestotrotz die Idee mit dem Schreiben ist geblieben.

Kurzer Exkurs

Ich schreibe immer noch gern, wenn es nicht unbedingt eine hochwissenschaftliche Arbeit ist. (Aber das sollte ich meinem Chef wohl im Moment nicht unter die Nase reiben. Sollte er doch zufällig über meinen Blog stolpern, möge er bei der Bewertung meiner Doktorarbeit doch ein wenig nachsichtig mit mir sein…). Inzwischen habe ich übrigens die richtige Idee mit dem gewissen Etwas. Also wer weiß… Vielleicht hast Du irgendwann die Gelegenheit mehr über die epischen Abenteuer von Varinia, der Druidin, und ihre tapferen Gefährten zu erfahren. Das wäre aber wohl eher ein drittes oder viertes und nicht ein zweites Standbein.

(Du möchtest Varinia kennenlernen? Schreib mich an. Vielleicht erzähle ich Dir mehr über sie…).

Lebenslauf mal anders – Teil 2

Mit Beginn des Studiums kamen dann die ersten wirklichen Projektideen für die Selbständigkeit. Die Verwirklichung für ein zweites Standbein stand kurz bevor. Das dachte ich damals zumindest. Mit einem befreundeten Apotheker wollte ich zunächst in die Branche der Analytik einsteigen und mit selbst entwickelten Analysegeräten eine Firma aufbauen. Parallel dazu gab es von mir erste Ansätze eine Internetplattform für eine spezielle Zielgruppe zu entwickeln. Dieses Projekt war tatsächlich schon ziemlich ausgereift. Allerdings ließ ich mir mit der Umsetzung zu lange Zeit. Denn anscheinend hatte diese Idee wenige Jahre später auch noch jemand anders und wurde so erfolgreich, dass ich keine Chance mehr gehabt hätte eine konkurrenzfähige Alternative zu bieten. Das wäre es echt gewesen!

Während der Promotion hätte ich mit einem Kollegen und guten Freund beinahe in Jordanien ein großangelegtes Firmenprojekt im Bereich der Hygiene etabliert. Letzten Endes wurde das Projekt wegen sich ändernder Prioritäten auf Eis gelegt. Vorerst „Eisbein“, statt zweites Standbein!

Mit dem Bouldern als eine meiner Leidenschaften und als stetig steigende Trendsportart dürfte es nicht verwunderlich sein, sich auch in diesem Bereich mit einer Geschäftsidee positionieren zu wollen. Die eigene Boulderhalle sollte es werden. Nach einigen Recherchen bleibt diese Idee zwar immer noch eine gute Idee, dennoch blieb es bisher bei der Theorie.

Von der Theorie zur Umsetzung

Nun, da ich diesen Blog aufgesetzt und mich etwas intensiver mit dem Bloggen auseinandergesetzt hatte, wurde mir erst bewusst, welches Potenzial in so einem Blog schlummert, wenn man es denn nur richtig anpackt. Also wenn ich schon einen Blog für meine Freunde und Bekannten einrichte, warum nicht gleich etwas professioneller gestalten, so dass andere Menschen, Menschen wie Du davon profitieren? Warum nicht ein zweites Standbein daraus machen?

Gesagt, getan. Diesmal wird keine weitere Zeit verschwendet. Letzten Endes haben alle was davon. Ich habe eine Möglichkeit, über meine Erfahrungen während meiner Reisen zu schreiben, und kann über meine Fortschritte beim Sprachen Lernen berichten. Zudem kann ich einen Teil meiner Reise refinanzieren, sofern der Blog eine gewisse Popularität erreicht. Wenn nicht, auch nicht so schlimm. Es hat ja schließlich Spaß gemacht und ein bleibender Wert bleibt für mich trotzdem.

Meine Freunde können meine Reiseerfahrungen genießen und Du profitierst unter Umständen auch noch von dem, was ich zu berichten habe. Das nenne ich eine klassische Winwin-Situation. Das ist also vorerst mein erstes zweites Standbein.

***

Zu guter Letzt

Aber bis zum Erfolg ist noch ein weiter Weg. Ob sich dieses Projekt wirklich zu einem tragenden Standbein entwickelt wird sich erst noch zeigen. In erster Linie hängt es davon ab, was Du von meinem Blog hältst und ob Du mich unterstützt, indem Du regelmäßig meine Seite besuchst. Idealerweise teilst Du Inhalte, die Du besonders gut findest mit Deinen Freunden, denn nur so gewinnt der Blog an Popularität.

Nun ist der Ansatz für ein zweites Standbein da. Ich habe den ersten Meilenstein gesetzt. Und schon denke ich über weitere Beine nach… Wenn Du wissen möchtest, was mir noch so vorschwebt, bleib doch meinem Blog treu und verfolge meine Artikel in der kommenden Zeit.

Wenn Dich interessiert, wie man professioneller Blogger wird bzw. wie man überhaupt Geld damit verdienen kann, dann hinterlasse mir doch einen Kommentar oder schreibe mich persönlich an. Wenn das Interesse groß genug ist, schreibe ich vielleicht auch einen Artikel darüber. Oder erzähl mir, was Dich sonst noch interessiert…

In der Zwischenzeit empfehle ich Dir meinen Artikel Warum Du eine andere Fremdsprache lernen solltest. Vielleicht findest Du dadurch zu Deinem eigenen kleinen Projekt! 😉

2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Hallo Thomas,

    Ich kann dich sehr gut verstehen! Studium fertig, Kohle kommt rein und mein Glück beginnt mit einer 50-60 Woche. Damit kann ich endlich nach 50 Jahren Bankkredit begleichen meine Miniwohnung finanzieren. Da hab ich aber Glück oder…..Spass beiseite.
    Nach einem Jahr Festanstellung kam dann die Frage auf, soll mein Leben so weiter gehen? Die weitere Tatsache das immer mehr Leute in jungen Jahren sterben in meinem Bekanntenkreis, lies mich endgültig zweifeln ob dies der richtige weg sei.
    Was passiert jetzt gerade?!
    Hals über Kopf habe ich gekündigt ohne Aussicht auf einen Job. Wahnsinn oder? Daraufhin hat mir mein Geschäftsführer angeboten ob ich nicht ins Trumpland möchte für 6 Monate. 5 wochen später…. hier bin ich jetzt. Der nächste Plan wird Neuseeland sein, einfach nur um es gemacht zu haben. Angst um meine Ingenieurkarriere hab ich kaum noch……eher Angst im hohen Alter zu bereuhen es nicht gemacht zu haben.

    Du machst das Richtige und eine Gelegenheit kommt immer überall, sogar meistens eine bessere.

    Vg

    Sven

    Antworten
    • Lieber Sven,

      vielen Dank für die motivierenden Worte. Du hast sicherlich Recht, dass sich Gelegenheiten immer wieder bieten und täglich neue Türen vor einem aufgehen, die einem den Weg in eine andere Richtung weisen können. Mir fällt es nach wie vor schwer mich von dem Gedanken an ein Leben im Hamsterrad zu lösen. Dennoch ist es im Prinzip genau das, was ich will bzw. was insgeheim sehr viele wollen, aber es nie versuchen und nicht einmal den ersten Schritt wagen.

      Den ersten Schritt habe ich bereits gewagt. Nun muss ich nur einen Fuß vor den anderen setzen. Die Zukunft wird zeigen, ob mich mein Weg zurück auf die alte Spur führt, oder ob ich weiterhin auf dem Pfad bleiben kann, den ich eingeschlagen habe.

      Dir kann ich vorerst nur viel Erfolg für deinen Traum und deine Ziele wünschen. Ich hoffe, wir treffen uns irgendwann in absehbarer Zeit wieder, denn Neuseeland ist ja nach diesem Trip vorerst auf der Löffelliste abgehakt… 😉

      Aber wie heißt es so schön…. Man trifft sich im Leben immer zweimal!

      Erst vorgestern habe ich ganz zufällig am anderen Ende der Welt jemanden aus Regensburg getroffen.

      In diesem Sinne… Bis die Tage!

      Antworten

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